Okondeka -Rhodesian Ridgeback-


Direkt zum Seiteninhalt

Ernährung

Rund um den Hund

Neue Kennzeichnung von Futtermitteln

Die überarbeitete EU Verordnung (EG) Nr. 767/2009 über das Inverkehrverbringen und Verwendung von Futtermitteln (Futtermittelverkehrsverordnung) wurde neu geregelt und ist für alle Mitgliedsstaaten der EU vereinheitlicht.


Hier im Überblick die wichtigsten Neuerungen:

  • Die Hersteller von Futtermitteln müssen sich bei der Kennzeichnung an exakte rechtliche Vorgaben halten
  • Irreführende Werbung ist verboten
  • Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Aussagen auf Futtermitteln richtig, eindeutig und transparent sein müssen
  • Die Einhaltung der Vorschriften wird durch die zuständigen Behörden der Bundesländer in Deutschland überwacht




In der Zeitschrift "Der Hund" Nr. 7/2011 finden Sie hierzu einen Artikel von Prof. Dr. med. vet. Jürgen Zentek










Veröffentlichung der Information als Autorin in den Rhodesian Ridgeback News


Fastfood oder Frischkost ?

Meine Entscheidung gegen Fertigfutter

Hat es nicht schon genug Lebensmittelskandale gegeben und hat man sich nicht einige Male die Frage gestellt, was so alles in den Tierfuttermitteln enthalten ist? Die Futtermitteldeklarationen hören sich zwar viel versprechend an, aber ob dies alles seine Richtigkeit hat, wird doch vermehrt von einigen Hundebesitzern in Frage gestellt.

Es sollte uns eigentlich nachdenklich stimmen, dass der „heutige Hund“ vermehrt an Allergien, Krebs, Stoffwechsel- und/oder Hormonhaushaltstörungen, an diversen Erkrankungen der Organe und evtl. konstitutionelle Schwächen leidet.

An was kann es liegen, dass viele Tiere so auffallend früh versterben? Hier ist die Überlegung angebracht, dass der Inhalt von Futtermitteltüten-/dosen nicht immer mit den vollmundigen Versprechungen der Hersteller und Werbung übereinstimmen kann, weil diese doch einen nicht unerheblichen Beitrag zu dieser Situation liefern.

Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg Ende des 19. Jahrhunderts wurde bereits schon in Amerika das erste industriell hergestellte Hundefutter vertrieben. Zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg war das Dosenfutter Mangelware und die Hunde wurden mit Essensabfällen gefüttert. Mit der Zeit des Wirtschaftsaufschwunges nach dem 2. Weltkrieg hat das Dosenfutter seine Renaissance erlebt und die Hunde wurden damit wieder gefüttert. Nachdenklich kann es schon einen stimmen, dass nach diesem Zeitraum die Mehrzahl unserer Hunde immer noch mit Fertigfutter gefüttert wird und irgendwann werden sich auch hier die Schattenseiten dieser Fehlernährung zeigen. Hier stellt sich für mich die Frage für die Zukunft, ob es bei dieser Fehlernährung mit Fertigfutter bleiben wird. Trotzdem wird dem Hundehalter suggeriert, dass man die Hunde mit Fertigfutter ernähren kann. Mittlerweile gibt es auch Spezialdiätfutter oder sogar Futter speziell auf die Rasse abgestimmt. Wohin soll dies noch führen? Die Hersteller werden weiterhin die Forschung und Entwicklung vorantreiben um neue Fertigfutterprodukte auf den Markt zu bringen. Der Preis, der die Bequemlichkeit eines jeden Hundesbesitzer unterstützt, ist doch ziemlich hoch.

Daher meine Entscheidung für Frischkost.


Die Fütterung erfolgt mit frischen und natürlichen Lebensmitteln (für den menschenlichen Verzehr geeignet). Diese Art der Fütterung bekommt meinen Hunden hervorragend, und ich habe das gute Gefühl und auch zu wissen, was ich gefüttert habe. Durch die Zusammenstellung eigener Futterrationen ist man in der Lage artgerecht zu füttern, und man kann individuell auf die Bedürfnisse eines jeden Hundes in jeder Altersstufe und Lebenslage wie zum Beispiel bei Erkrankung eingehen.

Eine Futterverweigerung gibt es bei meinen Hunden nicht mehr, denn sie warten mit großer Spannung was heute wieder serviert wird.

Die Hunde danken diese Art der Fütterung mit Vitalität und stabiler Gesundheit, einem intakten Immunsystem, einer guten Verdauung ohne unangenehme Geruchsbelästigungen, glänzendem Fell, festem Gewebe sowie sauberen Zähnen. Brüchige Krallen, aufgeschlagene Ohrspitzen und Gehörgangsinfektionen, schuppige Haut, Durchfälle und unangenehmer Körpergeruch gehören der Vergangenheit an. Welpen und Junghunde, die mit Frischkost gefüttert werden, wachsen ruhig, gleichmäßig und ohne Wachstumsstörungen heran.


Die Hundemahlzeiten werden abwechslungsreich zusammengestellt

Der Grundbestandteile des Futters sind:

  • Fleisch vom Rind, Wild, Lamm und Pferd, Rinder-/Lammpansen und Blättermagen, Geflügel und Fisch
  • Obst und Gemüse je nach Saison
  • Hochwertige Öle


Zur unerlässlichen Optimierung des Verhältnisses Calcium : Phosphor Knochen oder Eierkalk (Eierschalen, können im Backofen oder an der Luft getrocknet und danach pulverisiert werden). Ersatzweise kann auch Futterkalk oder Knochenmehl Verwendung finden.

Weitere Zutaten

Verschiedene für den Hund wertvolle Getreidesorten, Milchprodukte, frische, getrocknete oder tiefgekühlte Küchenkräuter, frische oder getrocknete Wildkräuter, Eigelbe, gemahlene Hagebutten, Leinsamen, Algen, Bierhefe, gemahlene Nüsse, Blütenpollen, Honig, Kieselerde, Sesam- und Kokosflocken sowie Mineralien.







All diese Zutaten kann man wechselweise oder als Kur geben, sie runden die Mahlzeiten ab. Außerdem bekommen die Hunde Grünlippmuschelextrakt, Kollagenhydrosolat und MSM (Methylsulfonylmethan) zur Unterstützung der Entwicklung und Erhaltung der Gelenke.


Die Ausgewogenhei
t

Eine Mahlzeit muss nicht immer ausgewogen sein, denn die Ausgewogenheit ergibt sich durch abwechslungsreiche Fütterung über einen längeren Zeitraum. Der Irrtum vieler Hundebesitzer ist, dass man bei der Zusammenstellung der Futterrationen alles haargenau abwiegen muss oder man füttert nach Tabellen. Dies ist am Anfang, wenn man auf Frischfütterung umstellt, eine zusätzliche Hilfe aber mit der Zeit wird man das Gefühl dafür bekommen, wie die Futterration zusammengestellt wird.


Roh oder gekocht


Hier gibt es auch Meinungsverschiedenheiten. Rohes Fleisch kann mit verschiedenen Erregern belastet sein. Aber unsere Hunde haben deutlich aggressivere Magensäuren als wir Menschen, wodurch die meisten Erreger abgetötet werden. Durch das Einfrieren von Fleisch können viele Erreger unschädlich gemacht werden, was aber wissenschaftlich noch nicht richtig nachgewiesen ist.
Beim Kochen hingegen werden durch das Erhitzen viele lebenswichtige Inhaltsstoffe der Nahrung zerstört. Bei der Umstellung auf Frischfütterung habe ich zuerst die Mahlzeiten gekocht und im Laufe der Zeit auf Rohfütterung umgestellt. Futter für die Hunde selber zu zubereiten ist einfacher als man glaubt.


Die Zubereitung bei der Rohfütterung

Die Futterportionen sind für den Hund sind schnell zubereitet, wenn man roh füttert.

Basisgrundlagen für eine Futterportion

Fleisch - klein geschnitten oder gewolft
Gemüse oder Obst pürieren, weil dies besser durch den Hund aufgenommen wird.
Eierkalk/Knochenmehl und Öl

Püriertes Obst oder Gemüse in den Napf geben, Eierkalk/Knochenmehl und Öl hinzufügen, umrühren
Fleisch zugeben, nochmals umrühren – und fertig ist die Futterportion

Weitere optionale Zutaten werden einfach ebenfalls untergemischt.

Obst und Gemüse kann man auch auf Vorrat pürieren und einfrieren, die Tagesration wird dann nur noch aufgetaut und kann verfüttert werden.


Bezugsquellen und Kosten

Hier ist der Forschergeist gefragt.

Einkaufen kann man auf Wochenmärkten, in Schlachthöfen, beim Geflügel- oder Fischhändler, bei Bauern die noch selbst Schlachten, in Großmärkten oder im Supermarkt und Discounter. Im Internet gibt es zwischenzeitlich viele Anbieter, die frisches und gefrorenes Fleisch direkt ins Haus senden. Ebenso kann man auch getrocknetes Obst und Gemüse kaufen. Die Zubereitung der Rationen ist zwar zeitaufwändiger, aber nicht teurer als die so genannten Premiumfuttersorten. Die Bezugskosten können unterschiedlich sein, ob man Fleisch gewolft und sogar portionsweise abgepackt gefroren bezieht. Kauft man das Fleisch selbst ein, spart man hier auch schon ein wenig.

Notwendiges und sinnvolles Zubehör

Genügend Kühl- und Gefrierkapazitäten, ein scharfes Messer zum Zerschneiden von Fleisch, Pansen und Blättermagen (außer man hat es gewolft gekauft), ein Hackbeil für Knochen, ein Mixer oder ein Pürierstab für das Pürieren von Obst und Gemüse.

Sinnvoll, muss aber nicht unbedingt sein

Ein Reiskocher, welcher auch zum Dünsten von Gemüse und Obst zweckentfremdet werden kann.

Ein Dörrapparat -ist war ein Luxuskauf- zum Trocknen von Kräutern, Hagebutten und Fleischstreifen .

Ein Fleischwolf, wenn man das Fleisch gewolft verfüttern möchte.

Fazit

Meine Hunde bekommen kein industriell hergestelltes Futter mehr, sondern nur noch Frischkost.


Untermenü


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü