Okondeka -Rhodesian Ridgeback-


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Krebsforschung

Universität Wien

Krebsforschung für das Tier

Wie viele andere Hunderassen trägt auch der Rhodesian Ridgeback genetische Prädispositionen für verschiedene Tumorerkrankungen mit sich. Dazu gehören neben dem Mastzelltumor vor allem die Mammatumoren der Hündin und das Histiozytom.


Diagnose Krebs – Vom Mythos zur interdisziplinären Herausforderung


Großer Bedarf für die Behandlung von Krebspatienten

Es ist anzunehmen, dass viele Hunde an Krebs erkranken und daher nimmt die Krebsbehandlung bei Tieren- ähnlich wie in der Humanmedizin- einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Während im letzten Jahrzehnt tierärztliche Behandlungsmöglichkeiten für Krebs beim sehr Hund begrenzt waren war daher die Prognose für unsere geliebten Vierbeiner oft schlecht, oder milde ausgedrückt es bestand fast keine Überlebenschance. Die Statistiken belegen, dass 45 Prozent aller Hunde, die älter als zehn Jahre werden, an Krebs versterben, oder auch schon jünger. Durch gezielte chirurgische Eingriffe, Bestrahlungstherapien und Chemotherapeutika ist es heute jetzt möglich, an Krebs erkrankte Tiere zu behandeln und deren Leben bei hoher Lebensqualität zu verlängern. Dies erfordert aber eine Zusammenarbeit zwischen Tierarzt und Tierhalter und dies ist aber auch mit hohen Kosten verbunden. Leider besteht im Vergleich zur Humanmedizin nach wie vor ein großer Nachholbedarf, Aus diesem Grund haben sich Veterinär- und HumanmedizinerInnen zusammengeschlossen, um den Kampf gegen Krebs bei Tier und Mensch gemeinsam anzugehen und um bezahlbare Therapien zu entwickeln.


Europaweit erstmals Krebsforschung für Tier und Mensch im Verein RotePfote

Univ.-Prof. Dr. Erika Jensen-Jarolim (Wegbereiterin der AllergoOnkologie beim Menschen), Univ.-Prof. Dr. Edgar Selzer (Onkologe an der Medizinischen Universität Wien) und Dr. Michael Willmann (Onkologe an der Veterinär-medizinischen Universität Wien, vetmeduni) haben sich für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich Krebsforschung und Entwicklung neuer leistbarer Therapien zusammengeschlossen. Dieser Verein „RotePfote – Krebsforschung für das Tier“ soll nun die gemeinsame Entwicklung auf dem Gebiet der Krebsforschung fördern, damit Tieren wie auch Menschen besser geholfen werden kann.


Erste klinische Studien für Tumorpatienten – kostenlos für TierbesitzerInnen

Die Förderungen und Spenden an den Verein "RotePfote" werden in erster Linie dafür benutzt, um Tieren und deren Besitzern die Möglichkeit zu geben, an klinischen Studien mit neuesten Therapiemöglichkeiten – in der Regel kostenfrei – teilzunehmen. Tierische Patienten können so, ähnlich wie in der Humanmedizin, schon frühzeitig in die Entwicklung von neuen Krebstherapien eingebunden werden und damit sehr früh von neuen Medikamenten profitieren. Zurzeit läuft bereits eine klinische Studien für Tumorpatienten, für die noch Patienten aufgenommen werden. „Im Rahmen dieser klinischen Studien werden Hündinnen mit bösartigen Milchleistentumoren (Mammakarzinome) mit einer neuartigen Tumorimpfung behandelt, und die ersten Ergebnisse erscheinen sehr vielversprechend“, so Dr. Willmann von der vetmeduni. Tumorpatienten, die an dieser klinischen Studie teilnehmen, werden daher über ein halbes Jahr genau überwacht und erhalten alle Kontrollen im Verlauf der Behandlung kostenfrei.




Die Vergleichbarkeit der Krebsarten ist heute aufgrund der Entschlüsselung des Erbguts bei Menschen, Hunden und Katzen präzise möglich.


Vor allem die markanten Ähnlichkeiten im humanen Bereich von Brustkrebs-, Prostatakarzinom-, Knochenkrebs-, Lymph-drüsenkrebs-, Melanom- und Harnblasenkrebserkrankungen mit den gleichen Krebserkrankungen unserer Haustiere legen eine Zusammenarbeit in der Therapieentwicklung mehr als nur nahe. Um die nötige Vergleichbarkeit zu gewährleisten, müssen die einzelnen Krebserkrankungen auch auf molekularer Ebene untersucht und miteinander verglichen werden. Die Entschlüsselung des Erbguts des Hundes (im Jahre 2005) und der Katze (im Jahre 2008) war in diesem Zusammenhang ein sehr wichtiger Meilenstein, der die Human- und die Veterinärmedizin im Kampf gegen Krebs enger zusammenrücken ließ.


MedizinerIn, TierfreundIn, WissenschafterIn

„In jedem von uns Initiatoren steckt nicht nur der Mediziner und der Wissenschafter, sondern auch ein Tierfreund: Die Mediziner möchten Krebs heilen oder – noch besser – verhindern, der Tierfreund sorgt sich um Gesundheit und Lebensqualität unserer Haustiere, und der Wissenschafter sucht nach neuen Erkenntnissen. Im Verein RotePfote ist all das verbunden“, fassen die Initiatoren des Vereins ihre Motivation zusammen.

Informationen, Kontakt

Nähere Informationen über den Verein RotePfote und wie Sie helfen können.

Ansprechpartner:
Dr. Katja Wolf
Office und Public Relation
office@rotepfote.at oder katja.wolf@rotepfote.at

Wenn Sie wissen wollen, ob Ihr Patient für eine weitere Therapie in die klinische Studie aufgenommen werden kann, wenden Sie sich bitte an:

Dr. Michael Willmann
Onkologische Abteilung, Klinik für Interne Medizin und Seuchenlehre
Veterinärmedizinische Universität Wien
Veterinärplatz 1
A-1210 Wien
michael.willmann@vetmeduni.ac.at



Veröffentlichung des Artikels als Autorin in den Rhodesian Ridgeback News



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